Kulinarische Verwechslung | Wo sind die drei Hauben für den "Malerwinkl" geblieben?

 

Peinliche Verwechslung bei „Gault Millau“: Der „Malerwinkl“ in Hatzendorf fehlt in der neuesten Auflage des Gourmet-Führers, hat aber jetzt sogar drei Hauben.

 

 

 

Von Helmut Steiner | 05.45 Uhr, 28. November 2019 Steiermark Südost & Süd Kleine Zeitung

 

Seit 2016 ist der „Malerwinkl“ in Hatzendorf - auch - eine feste Größe im Restaurantführer „Gault Millau“. Umso größer war die Verwunderung, dass das Restaurant, in dem Peter Troißinger senior und Peter Troißinger junior die Kochlöffel schwingen, in der neuesten Auflage fehlt. „Wir haben nachgefragt“, sagt Gabi Troißinger wenig erfreut. „Offenbar ist es zu einer Verwechslung gekommen.“ Mit einem fast namensgleichen Lokal in Tirol, das „Malerwinkel“ heißt. Es gibt aber auch eine gute Nachricht: Die Troißingers haben nämlich eine Haube dazubekommen und können nun auf drei Hauben stolz sein. Auf der Gault-Millau-Website (https://at.gaultmillau.com/) ist das auch zu finden und der „Malerwinkl“ wird dort nun ganz prominent als „Restaurant der Woche“ präsentiert.

 

Namensgleichheit sorgt für Verwechslungen

 

Verwechslungen wegen Namensgleichheit sind den Troißingers nicht fremd. Schon mehrfach fuhren Busse mit Gästen in Hatzendorf vor, um sich kulinarisch verwöhnen zu lassen, hatten allerdings beim fast gleichnamigen Restaurant in Tirol reserviert. „Wir haben da anfangs geglaubt, wir hätten einen Fehler gemacht und etwas übersehen“, erzählt die Chefin. Aber es stellte sich heraus, dass die Adresse nicht beachtet und die Handynummer aus Tirol gewählt worden war. Verwechslungen gab es auch umgekehrt. So hatten Tiroler in Hatzendorf für eine Weihnachtsfeier reserviert. Das zeigte erst der Rückruf, mit dem Gabi Troißinger Details erfragen wollte.

„Wir sind ja einigermaßen gewappnet. Aber mit „Gault Millau“ ist das nun peinlich ausgeartet“, meint die Chefin zur jüngsten Verwechslung, nimmt diese aber fast schon wieder mit Humor.